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Dörverdener Geschichte

Ahnebergen

Das Bauerndorf an der Aller wurde 1320 erstmals in einer Kirchenurkunde als Anebergen genannt, später ca. 1650 hieß es Ahnbergen und ab 1777 Ahnebergen. Der Zusammenhalt der Einwohnerschaft ist durch den ständigen Kampf gegen das Allerhochwasser gewachsen und hat sich, wie die dörfliche und bäuerliche Struktur, bis in die heutige Zeit erhalten. Ein gut funktionierendes Vereinsleben (Schützenverein Ahnebergen/Barnstedt und Ernteclub) sind Zeugen dafür.

Mit der Gebietsreform 1972 kam die ehemals selbständige Gemeinde zur Gemeinde Dörverden.

In Ahnebergen leben heute rund 220 Menschen von der Landwirtschaft und zum großen Teil auch als Pendler.

1997 wurden Ahnebergen und Barnstedt  in das Dorferneuerungsprogramm des Landes Niedersachsen aufgenommen. 

Barme

1244 bestand Barme aus vier Meierhöfen und drei Kötnerstellen, dazu kam Drübber mit zwei Meierhöfen und einer Kötnerstelle, sie wurden damals vom Herzog von Braunschweig dem Verdener Domkapitel zu Lehen übergeben. 

Heute hat sich die Ortschaft, die 1972 zur Gemeinde Dörverden kam, total gewandelt. Das lag nicht zuletzt an dem Bau der Niedersachsenkaserne, die 1959 bezogen wurde. Wohnungen für Soldaten und ihre Familien sowie Zivilbeschäftigte entstanden. Die Landwirtschaft und die Viehzucht wurde zurückgedrängt, konnte sich aber durch den Anbau des bekannten "Barmer Spargel" gut behaupten. Der Spargel aus der Gemeinde Dörverden genießt bei Kennern einen guten Ruf. Auch der Anbau von Kartoffeln, Erdbeeren, Heidelbeeren und Gemüsesorten sorgt zusammen mit der Direktvermarktung für eine lohnende Landwirtschaft. In Barme wohnen zur Zeit rund 1500 Menschen.

Barnstedt

Schon 1219 wurde das Dorf an der Aller in der Kirchenchronik unter Bernestede erwähnt, später um 1550 hieß es Barnestädt und rund 100 Jahre später kam der heutige Ortsname zum Tragen. 

Mit gut 80 Einwohnerinnen und Einwohner ist Barnstedt die zweitkleinste Ortschaft in der Gemeinde Dörverden, zu der man seit 1972 gehört. Man lebt hier von der Pferdezucht, Landwirtschaft, Fremdenverkehr oder fährt als Pendler nach Verden und Hülsen. 

Das Naturschutzgebiet "Barnstedter Holz" ist ein Überbleibsel der Auwälder, deren Eichen- und Weidenbestände die Landschaft zwischen dem Flußdelta der Aller und Weser ausfüllten. Diese Hudewälder wurden um 1675 gerodet und in Weideland für die Viehzucht umgebrochen.  Nach einem grossen Deichbruch 1881 wurde der Deich neu gebaut und verstärkt, in seinem Schutze wurde die heutige Kreisstrasse 14 im Jahre 1890  erstmals mit Pflastersteinen befestigt. Zuvor war der Ort nur über einen Feldweg zu erreichen. Seit 1997 gehört der Ort zum Dorferneuerungsprogramm des Landes Niedersachsen.

Diensthop

Die in  landschaftlich reizvoller Umgebung liegende Ortschaft wurde schon 1270 als Dinshope im Hoayer Urkunden erwähnt. Erst ab 1825 erhielt der kleine Ort mit heute rund 60 Menschen seine jetzigen Namen und wurde auch erst 1956 als letzter Ort im Landkreis Verden mit einer befestigten Kreisstraße verbunden. Bis 1853 gehörte man zum Amt Hoya und zum Kirchspiel Hassel, über die Zugehörigkeit zum Amt Westen kam man dann zum Landkreis Verden und zur Gemeinde Dörverden. 

Als beliebtes Ausflugsziel und für die Wochenenderholung spielt dieses Gebiet mit dem größten zusammenhängenden Waldgebiet in der Gemeinde eine wichtige Rolle im Fremdenverkehr, der im Rahmen der Agenda 21 auch durch die Gemeinde Dörverden gefördert wird.

Dörverden

Der Kernort der Gemeinde ist sicherlich schon viel älter als die erste Nennung des Namens Dorverden im Jahre 1262 beweist. Über die Bezeichnung Dörffern um 1500 kam es nach 1650 zu der heutigen Bezeichnung Dörverden. Die Lage an der Kreuzung verschiedener Handelswege machte den Ort mit der Furt an der Weser interessant und so wurde die Siedlung am großen Weserbogen auch oft umkämpft.

Der Kernort Dörverden hat heute rund 3500 Einwohnerinnen und Einwohner. Neue Baugebiete wie "Dörverden Süd" mit rund 150 Bauplätzen und "Dörverden Mitte", hinter dem Rathaus, werden für eine weiter positive Entwicklung der Gemeinde sorgen. Sportstätten, Schwimmbad, ein toller Waldspielplatz, Weseranleger und gute Einkaufsmöglichkeiten sorgen für eine lebenswerte Gemeinde. 

Nach einer zwischenzeitlichen Schließung des Bahnhofes gelang es der Gemeinde durch den großen persönlichen Einsatz von Bürgermeister Heiner Falldorf  den Bahnhof am 28. Mai 2000 wieder in Betrieb zu nehmen. Es ist bislang der einzige Bahnhof in Niedersachsen der wieder eröffnet werden konnte. 

Hülsen

Vorgeschichtliche Funde weisen auf eine sehr frühe Besiedlung des Gebietes um die Ortschaft Hülsen hin, die im Jahr 1260 als Hulsinge erwähnt wurde. Nach 1650 erschien in den Unterlagen der jetzige Ortsname Hülsen. Die ehemals selbständige Gemeinde kam nach der Gebietsreform zum Landkreis Verden und damit wurde sie auch eine Ortschaft der Gemeinde Dörverden. 

Das Dorfleben wird von Vereinen geprägt. Der Kulturförderkreis, die Feuerwehr, der Schützenverein und andere Organisationen, sowie ein sehr rühriger SV "Vorwärts" Hülsen machen diesen Ort im Süden der Gemeinde sehr lebenswert. Neben der Landwirtschaft spielt Handel und Gewerbe eine sehr wichtige Rolle. 

Mit Erfolg hat sich die SPD für eine positive Entwicklung des Ortes eingesetzt und erreicht, dass bald im Baugebiet" Mühlenweg" neue Eigenheime entstehen können. Die Bevölkerungszahl von derzeit 1300 Menschen dürfte sich demnach bald erhöhen. Die Schule, der Kindergarten, schöne Sportanlagen mit Reithalle und ein gut ausgebautes Strassennetz sind Zeichen einer positiven Entwicklung.

Stedebergen

Aus Stedebergen aus dem Jahr 1320 über Stederbergk um 1400, wurde nach 1600 wieder der jetzige Ortsname Stedebergen. Der kleine Ort an der Bundesstrasse 215 im Norden der Gemeinde Dörverden, zu der man seit 1972 gehört, hat sich von einem reinen Bauerndorf zum Handwerksstandort gemausert. Die Landwirtschaft spielt innerhalb des Ortes nur noch eine untergeordnete Rolle, dafür gibt es in diesem Dorf mit seinen rund 250 Einwohnern 11 Betriebe mit rund 100 Beschäftigten. 

Am ehemaligen Kiesteich Landwehrsee hat sich ein Campingplatz entwickelt und wurde so zu einem Naherholungsgebiet. Stedebergen  wurde 1997 in das laufende Dorferneuerungsprogramm des Landes aufgenommen. Einer der schönsten Spiel- und Bolzplätze gehört ebenso zum Ortsbild wie die Windkrafträder an der B 215. An der Grenze zur Kreisstadt Verden, im Bereich Döhlbergen, entsteht ein weiterer Windpark mit größeren Anlagen. Die Entwicklung des Ortes in der Nähe der Stadt Verden wird auch durch das  Neubaugebiet "Auf´m Esch" wo noch einige Bauplätze im Grünen zu haben sind, im vernünftigen Rahmen fortgeschrieben.

Stedorf

 

Der Ort mit der größten Grundfläche und Feldmark in der Gemeinde Dörverden wurde 1123  erstmals als Stederdorp genannt. Um 1650 hiess er Stedorff und um 1800 wurde das Dorf in der heutigen Schreibweise  Stedorf eingetragen. Die Ortschaft hat sich praktisch in zwei Teile entwickelt, der alte Dorfkern im Norden mit den landwirtschaftlichen Gehöften und alten Fachwerkbauten und das Neubaugebiet in Richtung Dörverden mit schönen und modernen Wohnhäusern. 

Die Feuerwehr und der aktive Schützenverein prägen die Dorfgemeinschaft, die in Stedorf noch sehr gepflegt wird. In Stedorf  leben rund 1500 Menschen. Dort ist es gelungen, die Alteingesessenen und die Neubürger in die Dorfgemeinschaft einzubinden. Mit den einstelligen Höfen Borstel und Lohof, die 1854 zu Stedorf kamen, gab es in Stedorf zwei sogenannte Tochtersiedlungen. Nach der Auflösung des Amtes Westen 1859 kam Stedorf zum Landkreis Verden. Der Hof Borstel und Geestefeld bildeten bis zum 1. Januar 1929 eine selbständige Gemeinde. Danach kam Hof Borstel zu Ahnebergen und Geestefeld wurde  kommunal an Stedorf angeschlossen. Geestefeld wurde im Jahr 1300 erstmals als Gestevelde urkundlich erwähnt. Nach 1600 hiess es Gestefeldt und ab 1766 dann Geestefeld.

Am 1. Oktober 1962 schlossen sich Dörverden und Stedorf zu einer Gemeinde zusammen und schufen damit die Grundlage für eine kontinuierliche Entwicklung.

Wahnebergen

Aus Stedebergen aus dem Jahr 1320 über Stederbergk um 1400, wurde nach 1600 wieder der jetzige Ortsname Stedebergen. Der kleine Ort an der Bundesstrasse 215 im Norden der Gemeinde Dörverden, zu der man seit 1972 gehört, hat sich von einem reinen Bauerndorf zum Handwerksstandort gemausert. Die Landwirtschaft spielt innerhalb des Ortes nur noch eine untergeordnete Rolle, dafür gibt es in diesem Dorf mit seinen rund 250 Einwohnern 11 Betriebe mit rund 100 Beschäftigten. 

Am ehemaligen Kiesteich Landwehrsee hat sich ein Campingplatz entwickelt und wurde so zu einem Naherholungsgebiet. Stedebergen  wurde 1997 in das laufende Dorferneuerungsprogramm des Landes aufgenommen. Einer der schönsten Spiel- und Bolzplätze gehört ebenso zum Ortsbild wie die Windkrafträder an der B 215. An der Grenze zur Kreisstadt Verden, im Bereich Döhlbergen, entsteht ein weiterer Windpark mit größeren Anlagen. Die Entwicklung des Ortes in der Nähe der Stadt Verden wird auch durch das  Neubaugebiet "Auf´m Esch" wo noch einige Bauplätze im Grünen zu haben sind, im vernünftigen Rahmen fortgeschrieben.

Westen

Der Name der Ortschaft an der Aller hat sich im Laufe der Jahrhunderte nicht verändert, denn schon 1055 wurde Westen urkundlich erwähnt. Wenige Jahre später wurde Noke, heute Nocke, erwähnt und es dauerte immerhin fast 500 Jahre bis man Aufzeichnungen über Hiddinghausen, damals Hiddinghußen fand. Das Amt Westen, welches die Gesetzgebung über die umliegenden Gebiete regelte, wurde 1679 gegründet und das Amtshaus an der Aller entstand 1770 als Regierungssitz. 

Westen kam durch die Gebietsreform 1972 zur Gemeinde Dörverden. Durch die Ausweisung von neuen Baugebieten gab es eine erhebliche Entwicklung im Baubereich und entsprechend in der Bevölkerungsentwicklung. Das  selbständige Dorf hatte  vor dem Zusammenschluss mit der Gemeinde Dörverden unter 1000 Einwohner, heute sind es rund 1500 Menschen, die hier mit Landwirtschaft, Handel, Gewerbe und als Auspendler ihr tägliches Brot verdienen. 

Die Dorfgemeinschaft wird vom Schützenverein und der Feuerwehr gestaltet. Für den Sportverein kann noch in diesem Jahr das umgebaute fast neue Sportlerheim eingeweiht werden. Die solargetriebene Allerfähre des Fährvereins Otersen-Westen ist ein wichtiger Faktor für die Naherholung und eine Attraktion für Radwanderer.