Bürgermeisterwahl 2021

Was bewegt mich, als Bürgermeisterkandidat anzutreten?

Warum lasse ich mich jetzt als Bürgermeisterkandidat aufstellen?

Weil es aus meiner Sicht so in der Gemeinde Dörverden nicht weitergehen kann.

Ich bin in Stedorf geboren und aufgewachsen, habe die Schule in Dörverden besucht und in Hülsen gelernt und gearbeitet. Ich bin Mitglied in vielen Vereinen der Gemeinde und engagiere mich im Vorstand, aber auch ohne Vorstandsamt.

Mir liegt was an der Gemeinde, und ich habe Bedenken, dass unsere Gemeinde sich noch weiter abhängt. Ich trete an, weil ich Ideen habe und etwas verändern möchte. Von meinen Qualifikationen und der Ausbildung her bin ich in der Lage, unsere Gemeinde zu führen.

Wo liegen die Defizite in der Gemeinde und was möchte ich verändern:

Große Sorge bereitet mir auch die hausärztliche Versorgung in der Gemeinde. Man hatte den Eindruck, dass mit der Eröffnung der Praxis von Frau Lazarova als Nachfolgerin der Gemeinschaftspraxis Gente alles in Ordnung sei. Wie man nun feststellt, ist das nicht der Fall. Hier muss man versuchen Einfluss zu nehmen und Ideen haben, um diesem elementar wichtigen Problem der Gemeinde entgegenzuwirken, z. B. indem man Ärzten von der Gemeindeseite eine Plattform bietet.

Kindergartenplätze müssen unkompliziert angeboten werden. Änderungen der Betreuungszeiten in den Kindergärten muss flexibel und unkompliziert gestaltet werden. Gerade jetzt in der Notlage der Pandemie sind viele Eltern mit der Bürokratie überfrachtet worden.

Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Gemeinde sowie Eltern und Gemeinde muss enger und partnerschaftlicher gestaltet werden, damit wichtige Projekte realisiert werden können, damit Ferienbetreuungsangebote erarbeitet werden, damit notwendige Baumaßnahmen abgestimmt und realisiert werden.

Überall um uns herum wurden und werden in anderen Gemeinden bei diesem allgemeinen Bauboom Baugebiete erschlossen, damit die in der Gemeinde aufgewachsenen Menschen auch in der Gemeinde bleiben und bauen können, damit Neubürger in die Gemeinde ziehen und ihr Eigenheim bauen können.

Bei uns ist in den letzten 7 Jahren kein nennenswertes Baugebiet erschlossen worden, obwohl es hierfür Flächen und verkaufswillige Grundstückseigentümer gibt. Es gibt viele Interessenten, aber kein Angebot.

Das Ehrenamt fördern darf nicht nur eine leere Aussage sein.

  • Sportplätze sind nach langer Coronapause zu Trainingsbeginn nicht gemäht. In Wahnebergen musste teilweise das Training abgesagt werden. In Hülsen musste das Training nach Dörverden verlegt werden.
  • Es werden nur die Sportplätze und nicht die Seitenflächen gemäht. Hier müssen Ehrenamtliche den Rasen der Seitenräume mähen.
  • Das undichte Dach in der Schwimmhalle und der damit einhergehenden Sperrung der Schwimmhalle hätte früher bearbeitet werden müssen, um neben dem Schulsport das Ehrenamt zu fördern. Dass dieses Dach sanierungsbedürftig ist, ist lange bekannt. Eine Sanierung anzuschieben, wenn es kaputt ist, ist zu spät.
  • Auch das Dach des Sportlerheims Wahnebergen (Eigentum der Gemeinde) ist kaputt. Leider leiden auch die Wahneberger Kindergartenkinder hierunter, weil sie normalerweise im Turnraum des Sportlerheims turnen. Dieses Dach war vor einigen Jahren schon einmal undicht. Eine Sanierungsmaßnahme wurde nicht eingeleitet. Sicherlich hätten die vielen Ehrenamtlichen bei richtiger Ansprache hier eine sehr günstige Sanierung in Eigenleistung geschaffen.
  • Das Ehrenamt fördern heißt auch die baulichen Maßnahmen dafür herzustellen und in Stand zu halten. Bsp. Feuerwehrhäuser, worauf die Feuerwehr Dörverden/Stedorf nun schon seit 2015 wartet.
    Gleiches gilt für die Feuerwehrhäuser der anderen Feuerwehren. Man muss dazu wissen, dass die Feuerwehrunfallkasse bereits 2014 festgestellt hat, dass bis auf das Dörverdener Feuerwehrhaus, alle Feuerwehrhäuser der Gemeinde nicht mehr den Unfallverhütungsvorschriften gerecht werden. Eine Grundstückverhandlung für das Grundstück des Feuerwehrhauses Dörverden/Stedorf, die sich über 5 Jahre hinzieht, ist nicht zu akzeptieren und dauert viel zu lange. Erst jetzt folgt noch die Bauleitplanung, bevor der Bauantrag gestellt werden kann. Ob der Bau dort realisiert werden kann, ist also noch nicht ganz klar.

Der Gewerbe- und Industriepark in Barme hätte nach meiner Meinung schon lange in Betrieb genommen werden müssen. Wir sind seit 2004 dabei, dieses Projekt zu verwirklichen und haben bisher noch immer keinen rechtskräftigen Bebauungsplan fertig bekommen. Dass es kein Zweijahresprojekt ist, sollte jedem klar sein, aber nunmehr 17 Jahre, davon 7 Jahre unter dem amtierenden Bürgermeister, ist eindeutig zu lange.

Wir stellen uns mit der langen Bearbeitungszeit selbst ein Bein. Wäre das Projekt fertig, dann hätte sich Gewerbe angesiedelt und es hätte, anstatt Geld zu kosten, Gewerbesteuereinnahmen in die Gemeindekasse gespült. Zudem wären Arbeitsplätze geschaffen worden.

Gleiches gilt für das Gewerbegebiet „Brocksfeld“ am Tennisplatz. Dort werden seit langer Zeit (seit ca. 1,5 Jahre stehen die Plakate an der Bundesstraße und am Brocksfeld) Gewerbegrundstücke von der Gemeinde zum Verkauf angeboten. Einige Interessenten sind schon wieder abgesprungen oder haben in anderen Gemeinden gekauft, weil es so lange dauert. Erst jetzt sind im Haushaltsentwurf 2021 Ausgaben für den Straßenausbau geplant. Damit ist die Straße aber noch lange nicht gebaut.

Ich möchte in einer Gemeinde wohnen, in der auch mal Blumen auf den Verkehrsinseln blühen und es nicht trostlos und trist aussieht, wenn man durchfährt. Gleiches gilt für den Rathausvorplatz. Wie sich das Gesamtbild verändern würde, wenn dort Blumen blühen würden und nicht das Unkraut überwiegt?!

Als Kommune bei Baumaßnahmen, wie z. B. die Sanierung des Schwimmhallendachs oder des Rathausdachs keine regenerativen Energieerzeuger, wie z. B. Photovoltaik zu verbauen, finde ich erschreckend und nicht zeitgemäß, zumal sich diese Investition auch noch amortisiert.

Es gibt noch viel mehr Themen, die mich motivieren, als Bürgermeisterkandidat anzutreten, um die Gemeinde voranzubringen, die ich hier nicht alle aufzählen kann.

Ich kann das natürlich nicht alleine. Es geht nur mit einem motivierten Mitarbeiter/innen-Team. Von der Reinigungskraft, über die Mitarbeiter/innen des Bauhofes, des Klärwerks, die Hausmeister, den Erzieher/innen bis hin zu den Mitarbeiter/innen der Gemeindeverwaltung, wobei die Aufzählung nichts mit der Rangfolge oder Wichtigkeit zu tun hat, alle sind gleichbedeutend, damit ein reibungsloser Ablauf gewährleistet ist. Allen möchte ich auf Augenhöhe begegnen und sie fördern, fordern und optimal motivieren.

Im Gegensatz zum amtierenden Bürgermeister komme ich bekanntlich nicht aus der Verwaltung, sondern aus der freien Wirtschaft. Es gibt viele gute Beispiele, in denen der Bürgermeister eben gerade nicht aus der Verwaltung kommt und mit neuen Ideen und anderen Ansichten die Gemeinde/die Stadt voranbringt.

Ich verfüge über wirtschaftliche und kaufmännische Kenntnisse, über Führungsqualitäten, Baukenntnisse und Projektentwicklungskenntnisse. Dieses Wissen möchte ich in der Gemeinde einbringen.

Ich möchte ein Bürgermeister für die Bürger werden, der zuhört, der Sachen anpackt und allen auf Augenhöhe begegnet.

Ich bin mir sicher, dass ich unsere Gemeinde in eine gute, bessere Zukunft führen kann, in der Projekte fertig werden und die Bürokratie in Grenzen gehalten wird.

Dies kann nur gelingen, wenn Sie als Bürger/in der Gemeinde Dörverden am 12.09.2021 zur Wahl gehen und entscheiden, ob es so weitergehen oder ob sich was ändern soll.